Früh Deutsch lernen

Sprachförderprogramm – Früh Deutsch lernen

An der Grundschule Roden wird der kostenlose und freiwillige Sprachkurs „Früh Deutsch lernen“, ein Programm des Paritätischen Bildungswerkes in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, angeboten. Der Vorkurs richtet sich an Kinder, die im kommenden Schuljahr eingeschult werden und die noch Hilfe brauchen, um sich sicherer in Deutsch zu unterhalten und dem an stehenden Schulunterricht folgen zu können. Die Teilnahme am Kurs wird durch eine Überprüfung des Sprachstandes des Kindes, auf Hinweis und Austausch mit den Kooperationslehrern und Erzieherinnen der Kita und auf Empfehlung des Gesundheitsamtes, festgestellt. Bei einer Empfehlung  für das Kind zum Besuch des Sprachkurses, müssen die Eltern einwilligen und die Möglichkeit haben, das Kind zum Kurs zu bringen und wieder abzuholen.

Die Sprachförderung erstreckt sich in zwei Phasen:

In der ersten Phase findet ein Vorkurs, von Januar bis zu den Sommerferien, 2 x in der Woche statt:

Von 8.00 bis 11.45 Uhr

Es wird darauf geachtet, dass die teilnehmenden Vorschüler auch die Kooperation von Kita und Grundschule wahrnehmen können.

Während des Vorkurses steht kindgerechtes und spielerisches Einüben von Wortschatz, Satzbau und Grammatik und die Aussprache auf verschiedene Arten zu festigen, im Vordergrund. Die Themen, die behandelt werden sind: Schule, Supermarkt, Verkehr, zu Hause, In der Stadt, Farben, Zahlen, Jahreskreis. Darüber hinaus werden die Kinder mit schultypischen, sowie an ihrer Lebenswelt orientierten Materialien und Aufgabenstellungen, an selbstständiges Arbeiten herangeführt.

Der Auswahl von Lerninhalten des Vorkurses „Früh Deutsch lernen“ liegt dem Saarländischen Bildungsprogramm für Krippen und Kitas zugrunde. Die Inhalte umfassen u.a.:

-Aufgaben z.B. zu Reimen, Anlauten(Anfangslauten) und Silbenzahl einzelner Wörter stärken die phonetisch-phonologische Bewusstheit. Diese Übungen bereiten zudem den im ersten Schuljahr anstehenden Lese-und Schreiblernprozess vor.

-Die Vorschulkinder lernen die schulische Umgebung und das Umfeld kennen und machen sich mit den Räumlichkeiten vertraut, sie knüpfen erste Kontakte zu zukünftigen Mitschülern und werden mit den Lehrpersonen vertraut.

-Außerdem führt die Sprachförderlehrkraft die teilnehmenden Kinder an schulisches Arbeiten und schulische Lernformen heran. Dadurch fällt ihnen der Einstieg in die Sozialformen der Arbeiten (üblicherweise Gruppen-, Partner- oder Einzelarbeit) als Erstklässler leichter.

-Des Weiteren lernen die Kinder in unserem Kurs den Umgang mit den schulischen Materialien sowie, in Übungen zu Wortfeld und Wortschatz, diese genau zu benennen.

-Der Kurs wird selbstverständlich kindgerecht und altersangemessen durchgeführt.

Die zweite Programmphase beginnt mit der Einschulung. Bis zu den Weihnachtsferien stehen die Sprachförderlehrer/innen den Kindern für eine begleitende und ergänzende Sprachförderung zur Seite, um das Gelernte gezielt zu vertiefen und den Einstieg in der Grundschule erfolgreich zu gestalten.

Ungefähr in der Mitte des Vorkurses werden „Beobachtungen zum Sprachstand“ von jedem Kind durchgeführt und dokumentiert. Somit kann sich auch der zukünftige Klassenlehrer/in schon ein Bild der Sprachdefizite des Kindes machen. Im Herbst wird der Sprachstand erneut überprüft, um Erfolge bzw. weitere Defizite zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Diese Sprachfördermaßnahme ist eine sehr sinnvolle und unterstützende Maßnahme für alle, die an der Entwicklung des Kindes teilhaben. Durch die strukturierte Maßnahme zur Vorbereitung auf die Schule, wird dem Kind geboten, sehr viel selbstständiger und selbstbewusster die Einschulung zu meistern.